Gesucht: Referent*in für eine Schulung zum Thema Sicher in der Sprachmittlung – Umgang mit
Herausforderungen in Dolmetschsituationen
Format: Präsenz-Veranstaltung in Lüneburg
Zielgruppe: Sprachmittlerinnen, die auf Honorarbasis Termine für den Lüneburger PuLS-Sprachmittlerpool übernehmen Frist zur Angebots-Abgabe: 13.09.2026
Veröffentlicht: PuLS – Praxis und Leitstelle Sprachmittlung – ist ein Projekt, das professionelle Sprachmittlung im sozialen und gemeinnützigen Bereich stärkt und ausweitet. Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wohlfahrtspflege, Migration und sprachlicher Teilhabe. Die Fortbildungen für die Sprachmittlerinnen des Lüneburger PuLS-Sprachmittlerpools sollen dazu beitragen, einen möglichst hohen Qualitätsstandard in der Sprachmittlung zu erreichen. Die Sprachmittelnden sollen ihr Wissen um Techniken und Hintergründe erweitern, ihre Dolmetscherfahrungen angeleitet unter verschiedenen Blickwinkeln reflektieren sowie ein profundes Selbstverständnis ihrer Rolle entwickeln und somit möglichst professionell in Dolmetschsituationen auftreten. Die Schulung richtet sich an selbstständige Sprachmittlerinnen, die auf Honorarbasis arbeiten und in unterschiedlichen Kontexten (z. B. Bildungseinrichtungen, sozialen Dienste, Behörden, etc.) tätig sind.
Inhalte der Schulung
Das Projekt „PuLS – Praxis und Leitstelle Sprachmittlung“ mit dem Projektstandort Lüneburg durch den Träger Lebensraum Diakonie e. V. sucht einen Referentin zur Durchführung einer Schulung zum Thema Sicher in der Sprachmittlung – Umgang mit Herausforderungen in Dolmetschsituationen. Die Schulung soll zu Beginn kurz die Grundlagen der Sprachmittlungs-Rolle auffrischen. Hierzu führt PuLS mehrmals jährlich eine Einstiegsfortbildung für alle neuen Sprachmittlerinnen durch. Im Anschluss an die Auffrischung soll es in der Schulung vertiefend um Herausforderungen gehen, die es in Dolmetschsituationen zu bewältigen gibt.
Dies können sein
– Rollenunsicherheiten / Grenzüberschreitungen / Distanz wahren
– Konflikte im Gespräch, z.B. unangemessenes Verhalten im Gespräch (z.B. Rassismus /
Unfreundlichkeit / Beleidigungen etc.)
– Unübersichtliche Gesprächssituationen
– Schwierige Fachbegriffe, komplexe Gesprächsinhalte
Die Sprachmittlerinnen sollen durch die Schulung mehr Sicherheit in ihrer Rolle als Sprachmittlerin gewinnen und lernen, wie sie in herausfordernden Situationen reagieren können. Sie sollen Strategien und Maßnahmen erlernen, die sie in der Praxis anwenden können. Anhand von Rollenspielen werden diese Umgangsweisen erprobt. Die Sprachmittlerinnen erhalten somit mehr Sicherheit für ihre Arbeit und fühlen sich gut auf evtl. herausfordernde Dolmetschsituationen vorbereitet.
Anforderungen an den/ die Referentin
Wir erwarten von Ihnen, dass Sie
– über gute Kenntnisse zum Thema Dolmetschen/ Community Interpreting verfügen.
– Erfahrung in der Kommunikation mit migrantischen oder mehrsprachigen Zielgruppen
haben
– praxisnah lehren und komplexe Inhalte verständlich vermitteln können
Die Referenten sind vertragsmäßig verpflichtet, ein Kurz-Konzept über die jeweilige Fortbildung einzureichen, aus dem Lernziele, Struktur und Methoden der geplanten Fortbildung hervorgehen. Der Lebensraum Diakonie e.V. als Auftraggeber behält sich das Recht vor, Änderungen zum Ablauf oder zur Schwerpunktsetzung zu bewirken. Allen Fortbildungen ist gemein, dass sie der Heterogenität der Teilnehmenden gerecht werden sollen, einen großen Anteil praktischer Übungen enthalten und theorie-basierte Schulungsabschnitte kurz und gut zugänglich gestaltet werden. Wenn möglich, sollen Simulationen von Dolmetsch-Situationen als Methode eingesetzt werden, um die Fortbildungsinhalte praxisnah zu gestalten und den Austausch der Teilnehmenden zu deren eigenen Erfahrungen zu fördern und um zugleich zur Reflektion der eigenen Vorgehensweise anzuregen. Dazu ist bereits in der Konzeption genügend Zeit einzuplanen. Maßgeblich ist in der Umsetzung der Fortbildungen das vorab formulierte Fortbildungsziel. Ein weiterer Bestandteil der Vereinbarungen mit den Referenten ist die Vorlage einer Kurzreflektion der
Fortbildung im Nachgang. Anhand dieser findet die Auswertung der PuLS-Vermittlungsstelle statt, die wiederum Grundlage für die zukünftige Fortbildungsplanung ist.
Leistungsumfang
Die Schulung soll im Oktober 2026 stattfinden und ca. 3 Stunden dauern. Die Schulung findet in Präsenz in Lüneburg statt, Räume werden zur Verfügung gestellt.
Termine nach Absprache mit dem Auftraggeber (vormittags)
Die Vergütung erfolgt auf Honorarbasis. Bitte geben Sie in Ihrem Angebot eine transparente Kalkulation (Stundensatz, Vorbereitung, Durchführung, Dokumentation, Fahrtkosten) an.
Einreichung des Angebotes
Interessierte Fachkräfte werden gebeten, folgende Unterlagen einzureichen:
– Kurzvorstellung/Profil
– Nachweis relevanter Qualifikationen
– Referenzen aus vergleichbaren Tätigkeiten
– Kurzbeschreibung des vorgesehenen methodischen Vorgehens
– Honorarvorstellung
Frist und Kontakt
Bitte senden Sie Ihr Angebot per E-Mail bis spätestens 13.09.2026.
An Julia Kruse: julia.kruse@puls-lueneburg.de
und Katja Heidmeier: katja.heidmeier@puls-lueneburg.de
Den Zuschlag erteilt der Projektstandort Lüneburg – Praxis und Leitstelle Sprachmittlung (PuLS).
Der Vertragsabschluss erfolgt mit dem Lebensraum Diakonie e.V.