Der 21. Februar ist der Internationale Tag der Muttersprache

Quelle: https://en.unesco.org/commemorations/motherlanguageday

Am 21. Februar 2021 begeht die UNESCO zum 22. Mal den Internationalen Tag der Muttersprache, um die sprachliche Vielfalt weltweit zu fördern. Der Themenschwerpunkt liegt dieses Jahr auf der „Förderung der Mehrsprachigkeit für die Inklusion in Bildung und Gesellschaft“, und betont, dass sprachliche Vielfalt eine Schlüsselkomponente für den Aufbau und den Erhalt von integrativen, offenen, vielfältigen und partizipativen Gesellschaften ist.

Auch das Angebot der Sprach- und Kommunikationsmittlung (SPuK) basiert auf Mehrsprachigkeit und Muttersprach-Kenntnissen und ermöglicht die Realisierung gesellschaftlicher Teilhabe. Sprachmittlung nach dem SPuK OS-Modell ermöglicht es vielen Menschen mit sehr guten Kenntnissen in ihrer Muttersprache, aber (noch) wenigen Kenntnissen in der deutschen Sprache, sich gut verständlich zu machen. Durch die Dienstleistung können sie sich im Rahmen professioneller Betreuungs- und Versorgungsleistungen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen und im Kontakt zur öffentlichen Verwaltung sprachlich verständigen und sich so komplex ausdrücken, wie Menschen dies in ihrer Muttersprache am besten können. Um diese Art von Teilhabe zu ermöglichen, nutzen viele der Sprachmittler*innen zudem häufig ihre eigenen Muttersprach-Kenntnisse.

Wir freuen uns deshalb, dass die UNESCO jährlich am Internationalen Tag der Muttersprache auf die Relevanz aller Muttersprachen weltweit aufmerksam macht und darauf hinweist, dass alle Muttersprachen wertvoll sind und gefördert werden sollten und nicht nur die großen „Verkehrssprachen“ oder europäische Sprachen. In der Praxis werden bei den Vermittlungsstellen z.B. viele Termine für Sprachmittlungen für Farsi oder Kurdisch beauftragt. Für die Menschen, denen dadurch z.B. im Elterngespräch in der Schule, bei der Migrationsberatung oder beim Jobcenter eine gute sprachliche Verständigung ermöglicht wird, ist dies oft eine positive Überraschung, dass ihre Muttersprache wahrgenommen und anerkannt wird. Wir freuen uns, dass unser Angebot zu mehr Teilhabe und Partizipation beiträgt und hoffen, dass Mehrsprachigkeit Stück für Stück auch in Deutschland zu einer anerkannten und geschätzten Realität wird.