Prinzipien für gutes Sprach- und Kommunikationsmitteln

Der SpuKler informiert die Gesprächsparteien über seine Rolle, seine Aufgaben, seine Grenzen.

Der SPuKler hält zu beiden Gesprächsparteien Distanz und beachtet beide gleichwertig und nimmt beide gleich ernst. Er ergreift für keine der beteiligten Gesprächsteilnehmer Partei. Er macht einen Konflikt zwischen den Gesprächsparteien nicht zu seinem Konflikt.

Der SPuKler dolmetscht genau und vollständig.
Er ergänzt und verändert die Aussagen nicht. Er verändert Gesagtes nicht durch persönliche Meinung, Wertvorstellungen oder persönliche (Vor-)Urteile, auch wenn er mit dem Gesagten nicht einverstanden ist oder es für falsch hält. Er gibt auch unangenehme Inhalte wieder. Er erteilt keine Ratschläge. Er bevormundet nicht.

Der SPuKler stellt nicht eigenständig sachfremde Fragen, er bringt nicht eigenmächtig neue Gesprächsinhalte ein.

Der SPuKler zeigt beiden Gesprächsparteien gegenüber Respekt.
Er äußert sich nicht abschätzig über eine Gesprächspartei. Er unterhält sich nicht herablassend mit der einen über die andere Gesprächspartei oder macht sich lustig.

Der SPuKler bewertet das Gesagte nicht durch seine Körpersprache oder Mimik als unrichtig, lächerlich, unmoralisch, z.B. durch Wegrücken, Kopfschütteln, Schulterzucken, Augenüberdrehen.

Wann greift der SPuKler von sich aus ins Gespräch ein?

  • wenn die Sprecher nicht genügend Pausen zum Dolmetschen machen
  • wenn die Sprecher Ausdrücke verwenden, die der Mittler nicht versteht
  • wenn die Sprecher durcheinander reden
  • wenn die Sprecher zu schnell, zu leise sprechen

Der SPuKler stellt Rückfragen, wenn er nicht sicher ist, ob er richtig verstanden hat. Er macht dann sein Verhalten für die jeweils anderen Gesprächsteilnehmer transparent und informiert über die Rückfrage.

Der SPuKler erkennt Vorstellungen und Bezeichnungen, die auf unterschiedlichen Strukturen in Deutschland und anderen Ländern bestehen und welche zu Missverständnissen führen können.
Der Spukler macht beide Gesprächsparteien auf diese unterschiedlich geprägten Vorstellungen aufmerksam und bitten beide Seiten, diese zu erklären.

(erstellt für die SPuK-Fortbildungsveranstaltung am 29.02.2008 von Anne Langewand)