SPuK Bund 3-Fachtagung

„Nachhaltige und qualitätsorientierte Sprachmittlungs-Strukturen: Wie können Bundesländer und Wohlfahrtsverbände dazu beitragen?“

29. und 30.01.2020

im Priesterseminar in Osnabrück

 

Sprachbarrieren schränken die Teilhabechancen vieler Zugewanderter in Deutschland ein und erschweren ihnen den Zugang zu Angeboten und Diensten im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Verwaltungsbereich. Als Instrument der interkulturellen Öffnung ermöglicht Sprachmittlung eine Überwindung dieser Zugangshürden. Als Antwort auf den großen Bedarf an Dolmetschung ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Sprachmittlungs-angeboten in Trägerschaft von Kommunen, freien Trägern oder Wohlfahrtsverbänden entstanden. Das Spektrum reicht von Listen mit ehrenamtlichen Laiendolmetscher*innen bis hin zu professionellen Vermittlungspools mit festgelegten Qualitätsstandards. Nach einigen Jahren des Aufbaus stehen viele Sprachmittlungsdienste nun an der Schwelle zu mehr Professionalität, Qualität und dem Aufbau von nachhaltigen Strukturen.

Dennoch beschränken weiterhin mehrere Faktoren die flächendeckende Nutzung der Dienstleistung. Dies ist zum einen die oftmals fehlende rechtliche Klarheit der Finanzierung von Dolmetschungskosten. Zum anderen gibt es zum Teil Vorbehalte von Auftraggebern aufgrund der stark variierenden Qualität und Professionalität der Angebote. Bundesländer und Wohlfahrtsverbände können die anstehende Weiterentwicklung der Sprachmittlung durch Vorgaben, Förderprogramme sowie durch politisches Handeln im eigenen Handlungs-bereich als auch auf Bundesebene beeinflussen.

Unsere Fachtagung bietet Ihnen Impulse zu Erfahrungen und Erkenntnissen aus den aktuellen Prozessen im Themenfeld Sprachmittlung. Gemeinsam möchten wir nächste Schritte für nachhaltige und qualitätsorientierte Sprachmittlungs-Strukturen entwickeln. Hierfür laden wir Sie als Expert*innen aus Wohlfahrtsverbänden und Landesministerien ein, um im bundesweiten Austausch die aktuelle Praxis der Sprachmittlung in den Blick zu nehmen.

Mit Blick auf den steigenden Bedarf an Dolmetschleistungen in Beratungskontexten thematisiert die Fachtagung die Herausforderungen, die sich aus Sprachbarrieren für die Kommunikation ergeben. Es soll die Vielfalt der Beratungslandschaft und ihre derzeitigen Rahmenbedingungen aufgezeigt werden. Ziel der Fachtagung ist es, in der Diskussion Ansätze für eine Bewältigung der Anforderungen an professionelle Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund ohne hinreichende Deutschkenntnisse heraus zu arbeiten.

Programm

Dokumentation: Wird in Kürze veröffentlicht.

 

Die Fachtagung fand im Rahmen des AMIF-Förderprojektes SPuK Bund 3 statt.